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Powerline: Was kann das Internet aus der Steckdose?

Ein Internet-Anschluss, verdammt dicke Wände aber keine Lust auf Kabelsalat? Wir erklären euch, wie ihr daheim dank Powerline trotzdem flüssiger arbeiten und Videos schauen könnt! Ein Erfahrungsbericht.

Geschlossene Bars, Kindergärten und Schulen. Arbeitnehmer im Homeoffice. Um ein Haar noch ein verschärfter Ostern-Lockdown: Corona zwingt uns dazu, mehr Zeit als sonst zuhause zu verbringen. Dann aber sollte während ausgedehnter Netflix-Fernsehabende, Konsolen-Sessions, Moodle- und Zoom-Sitzungen doch wenigstens das Internet vernünftig funktionieren. Das hat es lange Zeit bei mir leider nicht getan.

Videos, selbst in normaler Qualität, geraten ins Stocken, Web-Seiten laden quälend langsam. Hin und wieder verabschiedet sich das Netz auch mal komplett ins Nirvana. Das nervt!

So sieht’s bei mir daheim aus

Zu meiner Situation: Das Internet teile ich mir mit meinem Vermieter. Eine Etage unter mir steht dessen Router, eine Connectbox des Kabelbetreibers Vodafone (früher Unitymedia). Bis zu meiner Wohnung verstärke ich das Signal seit Jahren über einen Fritz-Repeater. Das aber funktioniert eben mehr schlecht als recht. Ich wohne in einem Altbau, Jugendstil, irgendwann um die Wende zum 20. Jahrhundert gebaut. Die massiven Decken sind sicher Teil meines Problems.

Jetzt aber muss eine Lösung her. Möglichst schnell, möglichst einfach, ohne viel Tamtam.

Zwar umgebe ich mich privat gern mit allerhand Tech-Kram, aber ein Nerd bin ich nicht. Wie so oft im Leben ist es aber prima, Freunde zu haben, die dir weiterhelfen.

Einer von ihnen arbeitet beim Karlsruher IT-Spezialisten JACOB. Er empfahl mir Fritz!Powerline 1260E, das verspricht „Wlan an jeder Steckdose“ (auch Power-Lan genannt). Da sich mein Vermieter und ich dank Einliegerwohnung neben dem Internet als einzig notwendige Voraussetzung auch denselben Stromkreis teilen, sollte das ja kein Problem sein.

Das ging mal schnell

Donnerstag bestellt, Freitag landete das Päckchen schon vor meiner Haustür. Drin enthalten: zwei Geräte plus zwei Lan-Kabel. Beim einen Gerät handelt es sich um die Basisstation, beim anderen, dem Adapter, um eine Satelliten-Box. Die wird später in meiner Wohnung die Funktion des alten Repeaters übernehmen. Das Einrichten solle kinderleicht sein, habe ich gehört. Aber schauen wir mal…

Wie in der Anleitung beschrieben, pflanze ich das Basis-Gerät in eine freie Steckdose in der Nähe meines Routers. Die Verbindung zwischen beiden stelle ich über das Lan-Kabel her. Die Satelliten-Box kommt an eine andere Steckdose. Erstmal. Für später habe ich bereits einen geeigneten, zentralen Platz in meiner rund 60 Quadratmeter großen Wohnung ausfindig gemacht.

Es dauert nicht lange, bis die LEDs beider Geräte miteinander um die Wette blinken: Auf Power, Lan und Powerline hören die am Basisgerät. Beim Satelliten kommt zusätzlich noch eine Connect-Taste hinzu. Die kann man drücken, muss man aber nicht. Das Fritz-Duo wurde in einem Set geliefert und ist bereits aufeinander abgestimmt. Deshalb verbinden sich die zwei automatisch miteinander.

Es dauert nur einige Sekunden, bis sich auf meinem Smartphone neben dem von Vodafone ein weiteres W-Lan-Netz auftut: „Fritz!Powerline 1260E“ heißt es. Der Netzwerkschlüssel dafür befindet sich auf der Rückseite des Satelliten.

 

Auch wenn nicht alles auf Anhieb funktioniert …

Die automatische Übernahme der Netzwerkdaten vom Router in mein Powerline ist leider gescheitert; das funktioniert, wie ich gelesen habe, wohl nur mit kompatibler Fritz-Technik einwandfrei. Auch der WPS-Knopf, den man an der Basisstation zusammen mit dem am Router drücken kann, damit sich die Geräte anfreunden, verweigert in meinem Fall seinen Dienst. An die manuelle Eingabe etwaiger neuer Netzwerkkonfigurationen via Web-Browser traue ich mich als Laie nicht ran. Das überlasse ich irgendwann mal einem Profi.

Es spielt für mich aber auch keine Rolle, denn „Fritz!Powerline 1260E“ tut genau das, was ich mir von ihm erhofft hatte: Erstmal in der Steckdose, rennt plötzlich mein Netz! Egal ob am Notebook oder dem Smartphone – Web-Seiten öffnen in einem Affenzahn. Keine stockenden Netflix-Videos mehr, keine Abbrüche der Server-Verbindung beim Zocken auf der Playstation. So muss es sein!

Wer möchte, kann in seiner Wohnung auch noch weitere Adapter verteilen und mit ihnen ein sogenanntes Mesh (englisch für Masche) aufmachen. So kann man wirklich den hintersten Winkel seines Baus erreichen. Auch praktisch: Die Fritz-Teile verfügen über einen eigenen Lan-Kabel-Anschluss. So lässt sich, in der Nähe des passenden Endgeräts platziert, noch etwas mehr Bandbreite rausholen.

So muss es sein, so bin ich endlich glücklich! Fazit: Schnelle, einfache Montage mit toller Leistung.

 

 

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